Die Norbert Janssen Stiftung unterstützt junge Talente mit Leidenschaft in ihrer Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, Handwerk, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften sowie schöne Künste und Sport.
Die geförderten Talente leben ihre Leidenschaft und bauen sich eine Lebensperspektive auf, indem sie mit Freude und Willenskraft ihre Fähigkeiten nutzen. Dabei werden die Unterstützungen individuell auf die Fördersuchenden ausgerichtet. Denn schließlich ist eine Unterstützung eine Weichenstellung, die ein Leben lang wirkt.
Um einen Eindruck von den vielfältigen Fördermöglichkeiten der Stiftung zu vermitteln, stellen folgend einige Talente ihre Leidenschaften vor. Eine vollständige Übersicht der vergebenen Stipendien und Sachmittelförderungen findet sich hier:

Herunterladen: Stipendien, Sachmittelförderungen NJS.pdf

Tyrees

Tyrees

Zusammen mit vier weiteren Schülern des Goethe-Gymnasiums in Regensburg bin ich Mitglied des LEGO Roboter Teams „Freaky Minds“. Wir treffen uns regelmäßig, um LEGO Roboter zu bauen, zu programmieren und um Spaß zu haben. Im Rahmen des internationalen Roboter- und Forschungswettbewerbs First Lego League nahmen 2016 insgesamt 29000 Teams teil, die in den vier Disziplinen Robot Game, Robot Design, Team Play und Forschungsauftrag miteinander konkurrierten. Wir „Freaky Minds“ waren in diesem Jahr sehr erfolgreich, da wir den Regionalwettbewerb und das anschließende Halbfinale in Regensburg gewonnen hatten, womit wir für das Finale von Zentraleuropa im ungarischen Debrecen qualifiziert waren. Dort konnten wir dann im Live-Programmieren einen Sieg erringen und wurden zu den North American Open Championship der FLL eingeladen. Die Norbert Janssen Stiftung hat mir die Teilnahme am Wettbewerb in Amerika ermöglicht, wo wir schließlich den Pokal für die beste Innovation im Forschungsauftrag gewonnen haben. Ich freue mich schon riesig auf das nächste Jahr!
Nadja

Nadja

Meine Leidenschaft ist der Weitsprung. Das Faszinierendste am Weitsprung ist die Suche nach dem perfekten Sprung. Dafür müssen viele Faktoren zusammen passen. Während des Anlaufes und des Absprungs ist die Wahrnehmung sehr stark ausgeprägt und man merkt sofort, ob man länger als sonst in der Luft ist. Am schönsten sind die Wettkämpfe für mich, bei denen die Zuschauer direkt an der Anlage stehen und rhythmisch klatschend anfeuern. Mein größter Traum ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, wofür ich mit viel Engagement trainiere. Für meine berufliche Laufbahn nach der Zeit als Leistungssportlerin habe ich in 2015 mein Masterstudium im Fach Sport an der Universität Hamburg mit sehr guten Leistungen abgeschlossen.
Murad

Murad

Künstler haben auch ihre sozialen Aufgaben erkannt und Bedeutendes zur kulturellen Weiterentwicklung der Welt beigetragen. Meine Kunst erhofft Menschen zu mehr Reflektion, kritischer Auseinandersetzung und einem kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit der Welt zu inspirieren. Durch mein Engagement und meine künstlerische Leistung möchte ich dazu beitragen, unsere Zukunft produktiv und kreativ mit zu gestalten. In den zunehmend interkulturellen Gesellschaften der Gegenwart sehe ich für mich einen Auftrag, eine Sichtweise zu ermöglichen, die zum Verständnis der unterschiedlichen Kulturkreise und zu einem konstruktiveren Umgang miteinander anregt. Aus diesem Grund arbeite ich mit dem Medium der Performance, um auf diese Weise einen unmittelbaren Zugang und Dialog zum Betrachter herbeizuführen. Der direkte Austausch und die gemeinsame Erfahrung zwischen Subjekt und Objekt, Betrachter und Betrachtetem, Zuschauer und Darsteller schafft ein Ereignis, an dem alle Anwesenden beteiligt sein können.

Gregor

Gregor

Derzeit bin ich Assistenzdirigent beim Ensemble Intercontemporain und studiere Dirigieren bei Alan Gilbert, dem Chefdirigenten der New Yorker Philharmoniker, an der renommierten Juilliard School in New York. Mein Lebensziel ist es jemand zu werden, der mit der Musik Menschen verbindet - das Publikum mit den Ideen des Komponisten, die Musiker im Orchester untereinander, Politiker und Konzertveranstalter, gebildete Konzertgänger und Laien, Kinder und Senioren, Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen und Bevölkerungsschichten. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, auf höchstem musikalischem Niveau und mit den besten Interpreten und Komponisten unserer Zeit zu arbeiten - aber gleichzeitig nie den Bezug zu Laien zu verlieren. Und deshalb ist es mir wichtig in verschiedenen Ländern zu arbeiten, verschiedene Kulturen kennen zu lernen, so viele „weltliche Sprachen“ zu sprechen wie möglich, um Menschen, egal welcher Herkunft, die Universalsprache der Musik schenken zu können. Denn, um es mit Victor Hugo zu sagen: „Die Musik drückt das aus, was mit Sprache nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich wäre!“.

www.gregor-a-mayrhofer.de
Manuela

Manuela

Mit 18 Jahren machte ich meine erste Erfahrung im Bereich Dokumentarfilm, als ich eine kurze Reportage in Kenia über das Hilfsprojekt „Waisenkinder in Not“ verwirklichte. Heute studiere ich an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Regie und Dokumentarfilm. Nach der erschütternden Vergewaltigung einer indischen Studentin in Delhi im Dezember 2012 war ich fassungslos und wollte herausfinden, warum sich so viele indische Frauen in ein so ungleiches Rollenbild von Männern und Frauen fügen. Daher begann ich an dem Film „Where to, Miss?“ zu arbeiten, der von der Taxifahrerin Devki aus Delhi erzählt, die im ständigen Konflikt zwischen dem Wunsch nach Emanzipation und den fest verankerten Traditionen der indischen Gesellschaft lebt. Im Film sehen wir, wie sie sich gegen den Willen ihres Vaters stellt und Taxifahrerin werden möchte, den Mann heiratet den sie liebt und mit der Schwierigkeit lebt ihr Kind nach modernen Vorstellungen aufwachsen zu lassen. Durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Norbert Janssen Stiftung konnten wir die Dreharbeiten zu „Where to, Miss?“ abschließen. Ich wünsche mir dass der Film empört, ermutigt und anregt Organisationen, die für die Gleichberechtigung der Frau kämpfen, zu unterstützen!

'Where to, Miss?' Trailer jetzt auf Vimeo anschauen
Timo

Timo

Ich wusste schon früh, dass ich benachteiligten Menschen helfen möchte und machte mein Abitur im Bereich Sozialpädagogik und studierte Erziehungswissenschaften. Eine Leidenschaft von mir ist das Reisen und Kennenlernen verschiedener Kulturen. Nach einem Praktikum als Englischlehrer in Thailand zog es mich immer wieder dorthin zurück. Während eines dreijährigen Aufenthalts half ich dort in meiner Freizeit den benachteiligten ethnischen Minderheiten durch eigeninitiierte Spendenprojekte. Dies weckte meine Leidenschaft eine Brücke zwischen der Welt der Spender und denen, die Hilfe am Nötigsten haben zu schlagen. Zurück in Deutschland beschloss ich Fundraising zu studieren, was mir durch die großzügige Unterstützung der Norbert Janssen Stiftung ermöglicht wurde. Nach meinem Abschluss sammelte ich erste Erfahrungen als Account Manager und Fundraiser beim Deutschen Spendenhilfsdienst in Berlin. Seit Anfang 2018 bin ich für internationales Fundraising bei der Father Ray Foundation in Thailand zuständig. Es erfüllt mich mit Freude hier vor Ort zu sehen, wie vielen benachteiligten Kindern und Behinderten durch Spenden zu einem besseren Leben geholfen wird.

Kristina

Kristina

Ich studiere Rechtswissenschaft an der Universität Bremen. Ein Bereich, den ich mit großer Intensität und Aufmerksamkeit verfolge, befasst sich mit den Menschenrechtsinstrumenten der Vereinten Nationen. Nach meinem ersten Staatsexamen strebe ich eine Promotion an, die sich mit dem Übereinkommen der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen befassen wird. Durch zahlreiche studienbegleitende Tätigkeiten habe ich bereits Einblicke in die Funktion und Arbeitsweise des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie dem Gerichtshof der Europäischen Union erhalten. Mit der Förderung durch die Norbert Janssen Stiftung kann ich helfen die Menschenrechtsinstrumente der Vereinten Nationen für die Zivilgesellschaft sichtbar und nutzbar zu machen und damit meine Talente und Leidenschaften zum Wohle der Gesellschaft einsetzen.
Foto: ©Behindertenbeauftragter des Landes Bremen
Oliver

Oliver

Um mich auf mein Studium in Englisch, Spanisch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien vorzubereiten, war ich als Language Assistent in einem Internat in England und habe beim Unterrichten und bei der Betreuung von Schülern assistiert. Ich möchte in den Sprachen, die ich später unterrichten werde, träumen können. Nur dann kommt meiner Meinung nach die Begeisterung für diese Sprachen bei meinen zukünftigen Schülern an. Auch möchte ich den Schülern, die ihre Begabung mehr in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern haben, später ein guter Englischlehrer sein. Das Jahr im Ausland hat mich außerdem charakterlich weiter gebracht. Das ist wichtig, denn Lehrer ist ein Beruf, der eine gut entwickelte Persönlichkeit erfordert. Die Erfahrungen in England fand ich prima und ich bin froh und dankbar, dass ich das erleben durfte!
Lisa

Lisa

Seit 2010 studiere ich Lehramt für Gymnasium mit den Fächern Mathematik und Geschichte an der Universität Hamburg. Nach Abschluss des Bachelor of Arts habe ich direkt im Anschluss mit dem dazugehörigen Masterstudium begonnen und schreibe aktuell meine Masterarbeit, die ich 2015 abschließen werde. Meine große Leidenschaft gilt der Mathematik und der zugehörigen Didaktik. Dabei habe ich mein Spezialgebiet in der mathematischen Modellierung gefunden. Mit dieser Methode können Schülerinnen und Schüler einen Sinn in Mathematik und im Mathematikunterricht sehen und verstehen, warum sie Mathematik lernen sollen. Außerdem war es schon immer mein großes Ziel, wissenschaftlich zu arbeiten. Daher möchte ich die Chance unbedingt nutzen, im Gebiet der mathematischen Modellierung in der Schule bei einer der weltweit führenden Expertinnen in diesem Bereich zu promovieren. Ich bin überzeugt, dass ich durch die Leidenschaft für mein Interessengebiet einen Beitrag zur Weiterentwicklung dieses didaktischen Ansatzes leisten kann.